Sic Luceat Lux

Klammheimlich

Klammheimlich was genau?

Es war abends und eines unserer Mitglieder saß bei glimmendem Kamin (zu dem Zeitpunkt war es noch nicht so warm wie in Death Valley in der Mittagssonne) und einem Glas Chardonnay an seinem Rechner, bereit seine Kreativität in ein neues Meme fließen zu lassen, um auf Missstände hinzuweisen und die Menschheit zu erfreuen.

Ihm fiel ein, dass man sich einige Zeit nicht mehr über das Bistum Osnabrück geäußert hatte, welchem wir einen offenen Brief zukamen ließen, der aber, so schien es, kein Gehör fand.

So denn schrieben wir ein paar längere Zeilen auf unserem Blog, denn die Öffentlichkeit sollte schon erfahren, was dort im Gange war.

Inhaltsverzeichnis

Falschdarstellungen

KLammheimlich haben wir etwas vom Bistum Osnabrück entdeckt

Wir gingen darauf ein, dass das Bistum Osnabrück mit ihrem Text über angeblich satanistische Netzwerke und dem damit einhergehenden rituellen Missbrauch, Verschwörungstheorien in Umlauf bringen.

Theorien die Menschen, auf ganz verschiedene Weise, schaden, egal ob es angebliche Opfer oder angebliche Täter wären.

Zumal es bis heute keinerlei faktischen Nachweis für ein solches Netzwerk gibt (da können Schwurbelinskis auch 1000-mal so etwas behaupten – dadurch wird es nicht wahrer).

Anders hingegen sieht es bei den kirchlichen Netzwerken und deren Missbrauchsfällen aus. Hierbei ließen wir auch nicht außer Acht, dass gerade das angesprochene Bistum sehr viele Fälle vorzuweisen hat.

Tritt man einen Schritt zurück und betrachtet das ganze Bild, so sieht man dann immer mehr Opfer des Missbrauchs in der Kirche, als hätte man eine Schleuse geöffnet und nun eine Flut über einem hereinbricht. Bisher sieht es auch nicht danach aus, als würde diese Flut bald enden, da sie sich international immer weiter ausbreitet. Das was früher klammheimlich in Kreisen der kirche vorkam, ist nun öffentlich geworden.

Und es sind massenhaft mehr Fälle des Missbrauchs in der Kirche vorzuweisen, als Fälle, die sich auf angeblichen Satanismus beziehen.

Doch still ruhte der See.

Nichts kam vom Bistum selbst, obwohl wir ihnen so nette Mails geschrieben und sogar Memes für sie gebaut haben.

Vorsicht besser als Nachsicht

Nun saß unser Bruder am Abend nun da und dachte bei sich “Nun denn, schau doch lieber noch einmal auf die Seite, auf der dieser Artikel zu finden ist, nicht, dass du ein Meme baust, was gar nicht der Wahrheit entspricht.”

Gesagt getan.

Zu seiner Verwunderung sah die Seite plötzlich ganz anders aus. Den Inhalt hatte er schon einmal gesehen, aber er dachte, dass er vielleicht auf der falschen Seite gelandet war.

Nach einigem Prüfen wurde klar, dass das Bistum Osnabrück den ursprünglichen Artikel ersetzt hatte. Ganz klammheimlich und leise.

Dass man uns jetzt nicht darauf hinweist oder sogar dankt, sind wir gewohnt, schließlich muss sich die Kirche von dem Bild des bösen Satanisten trennen und kann ihn nicht mehr als emotionales Zugpferd benutzen.

Der Satanist kann in einer auf Fakten basierenden Welt nicht mehr für etwas herhalten, wofür es faktisch keine Belege gibt.

Erfolg und Weiteres

Das Ende vom Lied ist, dass wir auch hier wieder erfolgreich waren, da es uns um Aufklärung und Wahrheit geht.

Wir werden sehen welches Bistum oder Vereinigung als nächstes von uns angeschrieben wird, denn es wird noch mehr als genug geben, die weiterhin die Verschwörungstheorie vom bösen Satanisten und dem satanistisch rituellen Missbrauch verbreiten.

Aber es scheint so zu sein, dass viele Seiten, wie Bistümer und irgendwelche “Satanismusbeauftragte”, die zuvor so richtig auf die Pauke gehauen haben, ihre ganzen Artikel klammheimlich verschwinden lassen.

Da kann man ja schon fast den Artikel der EKD loben, der sich differenziert mit der Thematik auseinandersetzt und nicht einfach nur auf Panikmache und Schuldzuweisungen aus ist.

Trotzdem werden wir weiter nach solchen Artikeln suchen und diejenigen, die sie veröffentlichen, insbesondere Kirchen, darauf hinweisen.

Bei einigen verschwörungstheoretischen Wirrköpfen ist hingegen schon Hopfen und Malz verloren, da lohnt nicht einmal ein Anschreiben…

Wir werden weiter darüber berichten.